Bischof Hein: Christen in Syrien hoffnungsvoll

epd-bild/Andreas Fischer "Die Hoffnung, dass es bergauf geht, überwiegt", sagte der kurhessische Bischof nach der Rückkehr von einer Reise in die Krisenregion.

12.08.2019

Unter vielen Christen in Syrien gibt es nach Einschätzung des kurhessischen Bischofs Martin Hein derzeit eine positive Stimmung. "Die Hoffnung, dass es bergauf geht, überwiegt", sagte Hein am Montag nach der Rückkehr von der Reise einer kurhessischen Delegation zur befreundeten rum-orthodoxen Kirche von Antiochia, die in Syrien und ihm Libanon verbreitet ist. "Ein normales, friedliches Leben scheint wieder möglich zu sein", bestätigte auch Ökumenedezernentin Claudia Brinkmann-Weiß, die ebenfalls mitgereist war.

Im "Tal der Christen" nahe Homs habe man viele Bauprojekte und eine florierende Jugendarbeit der Kirche gesehen, sagte Hein. Allerdings gebe es noch nicht in allen Teilen Syriens Frieden, obwohl Präsident Assad fest im Sattel sitze. Der derzeitige Frieden sei lediglich militärisch abgesichert. Zudem droht das Land laut Brinkmann-Weiß in unterschiedliche Regionen mit eigenen Kriegsherren zu zerfallen.

Spenden für Herzintensivstation

Beeindruckt sei die Delegation auch von der Wirkung der Spenden gewesen, die über die Syrienhilfe in Deutschland gesammelt wurden. Man habe bei dem Besuch auch Geld dabeigehabt und persönlich übergeben, da es schwierig sei, Gelder nach Syrien zu überweisen, sagte Brinkmann-Weiß. Mit Hilfe der Spenden werde derzeit eine Herzintensivstation im Al-Hosn-Hospital im "Tal der Christen" aufgebaut, das auch Muslimen offenstehe, sagte Hein. Zudem würden von den Spenden syrische Priester unterstützt sowie Theologiestudierende an der orthodoxen Universität in Balamand im Libanon.