Mönchengladbach protestiert nach Streit um christliche Symbole in Türkei

epd-bild / Gustavo Alabiso Borussia Mönchengladbach will sich beim europäischen Fußballverband UEFA über die Behandlung seiner Fans beim Europa-League-Spiel gegen Istanbul Basaksehir am Donnerstagabend beschweren.

04.10.2019

Dass die türkische Polizei Gladbach-Anhänger mit Fahnen mit dem Stadtwappen wegen angeblich verbotener christlicher Symbole nicht ins Stadion gelassen habe, sei "nicht in Ordnung", erklärte Borussia-Geschäftsführer Stephan Schippers am Freitag in Mönchengladbach. "Es ist respektlos, wenn man das Stadtemblem einer Gastmannschaft zurückweist."

Das habe nichts mit Fußball zu tun

Sportdirektor Max Eberl hatte das Vorgehen der türkischen Polizei bereits kurz nach dem Spiel auf Facebook verurteilt: "Es macht mich traurig, dass wir im Jahr 2019 solche Zustände in Europa haben - dass die Polizei entscheiden kann, welche Fahnen ins Stadion reinkommen und welche nicht." Das habe nichts mit Fußball zu tun.

Das aktuelle Wappen der Stadt Mönchengladbach zeigt unter anderem den Abtsstab der Benediktiner, die bis 1802 auf dem Abteiberg ansässig waren, sowie das Kreuz der Herren von Bylandt, das bis 1974 gültige Wappen ziert der Stadtheilige St. Vitus. Nach Angaben der Fanhilfe Mönchengladbach sei den Fans vor dem Spiel nicht mitgeteilt worden, dass keine christlichen Symbole erlaubt seien.