Aufklärung von Mord an Wahlbeobachter in Mosambik gefordert

epd-bild/Stefan Ehlert In Mosambik ist ein Wahlbeobachter auf offener Straße mit mehreren Schüssen niedergestreckt worden. Vertreter der Zivilgesellschaft fordern eine schnelle Aufklärung. Bislang kamen rund 20 Menschen im laufenden Wahlkampf ums Leben.

08.10.2019

In Mosambik fordern Vertreter der Zivilgesellschaft eine schnelle Aufklärung des Mordes an einem leitenden Wahlbeobachter. Wie das Nachrichtenportal "Zitamar" berichtete, verurteilte die Antikorruptionsorganisation CIP den Mord an Anastacio Matavele in der Provinz Gaza als Angriff auf alle Wahlbeobachter und gezielten Einschüchterungsversuch. Matavele war Montag in der Provinzhauptstadt Xai-Xai auf offener Straße mit mehreren Schüssen niedergestreckt worden und erlag seinen Verletzungen.

Weitere Verschärfung der Gewalt

Matavele vertrat zwei zivilgesellschaftliche Organisationen in Mosambik und hatte vor der Tat gerade ein Training mit Wahlbeobachtern absolviert. Das Auto der mutmaßlichen Täter war anschließend in einen Unfall verwickelt, dabei kamen zwei der Insassen ums Leben, einer wurde festgenommen, zwei weitere flüchteten.

Der Mord ist eine weitere Verschärfung der Gewalt im laufenden Wahlkampf. 12,7 Millionen registrierte Wähler in Mosambik sind aufgerufen, am 15. Oktober einen neuen Präsidenten, das Parlament und die Provinzparlamente zu wählen. Bislang kamen rund 20 Menschen im Wahlkampf ums Leben, zumeist infolge von Autounfällen auf dem Weg von und zu Kundgebungen der Regierungspartei Frelimo.