Verein der Hauptstadtjournalisten: Bundespressekonferenz wird 70

epd-bild/Christian Ditsch Die Bundespressekonferenz wird 70. Gegründet wurde der Verein, um Pressekonferenzen mit wichtigen Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur in eigener Regie zu veranstalten.

09.10.2019

Der Verein der Hauptstadtjournalisten feiert am Freitag Jubiläum: Die Bundespressekonferenz wird 70. Der Gründungstag wird mit einer Veranstaltung in der Stadt der Gründung begangen, in der einstigen Bundeshauptstadt Bonn. Vorgesehen ist dort am Abend ein Podiumsgespräch mit den ehemaligen Vorsitzenden Sten Martenson, Heinz Schweden und Werner Gößling. Das Thema: "BPK gestern, heute, morgen - Herausforderungen für die gelebte Pressefreiheit im Wandel der Medien und der Kommunikation."

Die Bundespressekonferenz (BPK) finanziert sich über Mitgliedsbeiträge. Mitglied kann nur werden, wer hauptberuflich für deutsche Medien aus Berlin oder Bonn über Bundespolitik berichtet - derzeit gehören dem Verein rund 900 Parlamentskorrespondentinnen und -korrespondenten an.

Die Journalisten geben die Regeln vor

Im BPK-Saal am Berliner Spreeufer gegenüber von Kanzleramt und Bundestag werden fast täglich Pressekonferenzen abgehalten. Die Journalisten geben die Regeln vor: Sie entscheiden, wer eingeladen wird, Statements von Politikern sind zeitlich begrenzt, um Raum für Fragen zu haben. Wann es keine Fragen mehr gibt, entscheidet der Moderator - ein Vorstandsmitglied der Bundespressekonferenz.

Feststehende Termine sind die sogenannten Regierungspressekonferenzen jeweils montags, mittwochs und freitags. Dann sind Regierungssprecher sowie die Sprecherinnen und Sprecher der Ministerien zu Gast, um sich den Fragen der Journalisten zu stellen. Nach wie vor unterhält der Verein eine Außenstelle in Bonn. Jährlich organisieren die Hauptstadtjournalisten zudem den Bundespresseball, der in diesem Jahr am 29. November in Berlin ist.

Gegründet wurde die Bundespressekonferenz im Herbst 1949 von Journalisten, um Pressekonferenzen mit wichtigen Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur in eigener Regie zu veranstalten. Als erste kamen Bundeskanzler Konrad Adenauer und Wirtschaftsminister Ludwig Erhard (beide CDU). Mit dem Umzug von Regierung und Parlament verlegte 1999 auch die BPK ihren Hauptsitz nach Berlin.